Handwerker, Generalunternehmer und produzierende Unternehmen

Für Handwerker und produzierende Unternehmen gilt das gleiche betriebswirtschaftliche Ziel wie für Dienstleister: Der Kunde bzw. Bauherr ist das Kernziel aller Aktivitäten. „Ohne Kunden gibt es kein Unternehmen“ (Peter Drucker).


Die Vielzahl der Gewerke und Produzenten bedingt entsprechend individuelle Arbeitsmethoden. Unabhängig von derartigen Spezifika sind jedoch allgemeingültige, kybernetische Methoden der Zeitplanung, der Mitkalkulation und der Eliminierung von Verschwendung formuliert, die die Ergebnisse qualitativ ganz erheblich verbessern und viele der immer wieder beklagten Baumängel beseitigen.


Das zweite Unternehmensziel, die Verbesserung der Produktivität, geht mit diesen Verfahren einher. Auch im Handwerk ist diese Tatsache noch viel zu wenig beachtet. Die mit traditioneller Logistik, Arbeitsvorbereitung und -planung und improvisierten Arbeitsabläufen verbundenen Verluste werden hingenommen und nicht als das ungenutzte (Gewinn-) Potenzial gesehen, das es de facto darstellt.

 

Die oft beklagte Abhängigkeit der Gewerke von der mangelhaften Koordination der Bauleiter oder Projektmanager ist nicht zu übersehen. Es gibt jedoch Unternehmen, die von sich aus zeit- und termingerechte Planung anbieten und damit bemerkenswerte Erfolge erzielen. Das gilt nicht nur – wenn auch besonders – für Generalunternehmer, Bauträger und „Anbieter aus einer Hand“. Die Chancen zur Selbstorganisation auch im Handwerk sind noch ein weites, profitables Feld.

Ein Beispiel der Produktivitätsentwicklung in einem Handwerksbetrieb:

Produktivitätssteigerung mit KOPF – 15 Jahre Rückblick.

Umsatzsteigerung je Mitarbeiter mit dem KOPF-System von 50.000 € 1989 auf 170.000 € 2004.

Quelle: Bauunternehmen Dilling.